Kurz vor dem Start des StarLadder Budapest Major 2025 hat Twitch für dringend benötigte Klarheit gesorgt: Creator dürfen das Turnier ohne Risiko co-streamen, obwohl der Hauptsponsor Rollbit auf der Plattform eigentlich verboten ist.
Die Ankündigung beendet mehrere Tage voll Unsicherheit, in denen viele Counter-Strike-Streamer bereits mit automatischen Bans rechneten – ausgelöst durch die Partnerschaft des Majors mit der umstrittenen Glücksspielseite.
Warum gab es überhaupt Bedenken?
Als StarLadder die Kooperation mit Rollbit für das Major (24. November bis 14. Dezember) bestätigte, folgte unmittelbar die Sorge, dass Twitchs Richtlinien gegen „illegale oder nicht lizenzierte Glücksspielplattformen“ greifen könnten.
Viele Creator befürchteten:
- Schon passive Sichtbarkeit des Rollbit-Logos im offiziellen Stream könnte zu Strafen führen
- Co-Streams wären damit quasi unmöglich
- Ausweichplattformen wie Kick oder GOTV-Alternativen würden nötig
Twitch stellt klar: Passive Logos sind kein Verstoß
In einer Stellungnahme an Dexerto gab Twitch nun Entwarnung.
Co-Streaming ist erlaubt – unter klar definierten Bedingungen:
Erlaubt
- Das offizielle Broadcast-Signal inklusive Rollbit-Branding
- Logos auf HUD, Overlays, Pausengrafiken oder der Stage
- Normales Co-Streaming ohne Interaktion mit dem Sponsor
Verboten
- Verbal über Rollbit sprechen
- Affiliate-Links oder Promotions
- Rollbit-Gameplay oder jede aktive Bewerbung
- Jegliche direkte oder indirekte Weiterleitung der Zuschauer zur Plattform
Twitch differenziert damit klar zwischen passiver Sichtbarkeit und aktiver Promotion – der entscheidende Punkt, der zuvor fehlte.
StarLadder veröffentlicht eigene Community-Broadcast-Regeln
Parallel dazu veröffentlichte StarLadder eigene Vorgaben für nicht-kommerzielle Co-Streams:
- Registrierung im Broadcast-Programm
- Keine Konkurrenzwerbung zu Event-Sponsoren
- Einschränkungen bei der Monetarisierung je nach Streaming-Modell
Einige Creator kritisierten diese Regeln als relativ streng – insgesamt überwiegt aber die Erleichterung, dass Co-Streams überhaupt wie gewohnt möglich sind.
Warum das wichtig ist
Co-Streaming ist seit Jahren ein zentrales Element der CS-Esports-Kultur. Ohne die Klarstellung wären Creator gezwungen gewesen:
- ihren Kanal zu riskieren
- das Event nicht zu begleiten
- oder auf Plattformen wie Kick auszuweichen
Mit der neuen Regelung steht fest: Niemand muss auf das größte CS2-Turnier des Jahres verzichten.
Was jetzt gilt
- Eventstart: 24. November 2025
- 32 Teams, 1,25 Mio. Dollar Preisgeld
- Co-Streams erlaubt – solange Twitch- und StarLadder-Regeln beachtet werden
Für Creator bedeutet das: Mikro stumm halten beim Thema Rollbit, aber ansonsten nichts Neues – und für die Community ein ungestörtes Major-Erlebnis.



























































