Mit The Crew schickt der Pechvogel des Jahres, Ubisoft, einen MMO-Racer ins Rennen. In folgendem Artikel kläre ich, ob der Titel meine Erwartungen einhalten oder sogar übertreffen konnte. In The Crew steht das gewählte Fahrzeug Pate für den eigenen Charakter, wie in einem MMORPG üblich. Aber reicht das, um den Titel ins obere Drittel der Spielehits 2014 zu katapultieren?
Um die Frage aus der Einleitung direkt zu beantworten: Nein. Das bedeutet aber nicht dass The Crew eine Enttäuschung ist. Im Gegenteil – Der Online-Flitzer bietet dem Nachwuchsrennfahrer die gesamte USA als befahrbare Rennstrecke. Keine unnatürlichen Streckenabgrenzungen oder unsichtbaren Wände halten uns auf. Hier haben wir echtes Open World in einem Rennspiel. Und diese Welt steht sogar von Anfang an komplett offen.
Überall in den virtuellen Vereinigten Staaten stehen uns, wie in einem Online-Rollenspiel üblich, Nebenquests zur Auswahl. Die Auswahl dieser reicht von simplen Zeitrennen bishin zu halsbrecherischen Slalomfahrten und Weitsprung-Wettbewerben. Leider offenbart sich dadurch auch ein kleines Manko des Spiels. Zwar gibt es hinsichtlich der gestellten Aufgaben mehr als genug Abwechslung, im Gameplay aber ist alles gleich. Klar, das ist nur normal in einem Rennspiel. Immerhin steuern wir immer irgendein Auto. Einen dezent faden Beigeschmack hinterlässt es trotzdem und es besteht die Gefahr der Langeweile, sollte man sich nicht selber dafür begeistern können.

Die Steuerung der Rennboliden macht aber im Vergleich mit der Closed Beta einen besseren Eindruck. Wo die Fahrzeuge während der Beta noch recht schwammig auf unserer Eingaben reagierten, fühlt sich das Handling in der finalen Version wesentlich direkter und sicherer an. Einziger Wermutstropfen könnte noch die Handlung sein. Diese ist zwar nicht gespickt mit Twists oder Besonderheiten, das lässt sich aber locker verschmerzen. Die Story dient nur als roter Faden zwischen den Rennen und diese Aufgabe erfüllt sie fehlerfrei.
Alles in allem ist The Crew keine neue Rennspieloffenbahrung, aber ohne Zweifel einer der Top-Titel im Rennspiel-Genre. In meinem privaten Freundeskreis habe ich einige Auto-Narren, die dieselben Fahrzeuge wie im Spiel in der Garage stehen haben. Seit Release von The Crew sind diese zur Winterzeit vermehrt vor den Bildschirmen zu finden. Für Fans der motorisierten Fortbewegung ist The Crew allein wegen der Fahrzeugvielfalt und den physikalisch korrekt animierten Tuning-Vorgängen ein absolutes Muss. Allerdings ist The Crew auch ein Spiel der verpassten Chancen. Aus dem namensgebenden Crew-Feature hätte man noch einiges mehr rausholen können. Ein Zusammenschluss zu festen Crews (Gilden) ist zum Beispiel nicht möglich. Aber vielleicht bringt die Zukunft da noch mehr.






























































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