Als das Jahr 2014 begann, war Watch Dogs eines der meisterwarteten Spiele und das, obwohl die Erwartungen der Fans mit jedem weiteren Trailer abnahmen. Seit nun etwa sieben Monaten steht es nun in den Regalen und ist heute schon fast wieder in Vergessenheit geraten. Wir zeigen euch, weshalb dem so ist und wie sich Watch Dogs im Nachhinein gemacht hat.

Wir spulen zwei Jahre in die Zukunft vor und blicken auf den Release des Spiels. Viele Fans waren enttäuscht, bei Metacritic erntet Watch Dogs einen Userscore, der sogar unter 5/10 liegt und auch bei Testern kommt das Spiel meist nur schlecht weg. Wer nun auf den zwei Jahren alten Gameplay-Trailer blickt, wird vermutlich verlegen schmunzeln müssen, denn im direkten Vergleich sieht Watch Dogs grauenhaft aus und liefert uns für heutige Verhältnisse eine nur akzeptable Performance. Da ist die Enttäuschung, die allgemein im Raum steht, durchaus nachvollziehbar und angebracht. Doch nicht nur auf grafischer Ebene bestehen Probleme, auch der Content fehlt. Dadurch erinnert das Spiel am Ende eher an ein gekürztes GTA mit dem netten Gimmick Passanten, Kameras und Computersysteme mit dem Smartphone austricksen zu können.

Neben den typischen Macken des Spiels gab es jedoch einen weiteren großen Störfaktor, der den Ruf des Spiels auch nachträglich beeinflusst: Das Marketing. Die PC-, PS3-, PS4-, Xbox 360- und Xbox One-Versionen des Spiels kamen alle gleichzeitig am 27. Mai raus, unterschieden sich leistungstechnisch jedoch noch stärker als Destiny. Während die Current-Gen-Versionen wenigstens ein passables Bild abgaben, standen die PS3- und Xbox 360-Versionen komplett im Schatten ihrer großen Brüder. Die Spiele sahen nicht nur grottenschlecht aus, sondern wurden auch auf 30 FPS abgerundet und ruckelten. Einige Monate später, im November, rundet Ubisoft dieses Manko ab, indem sie die längst vergessene Wii U-Version des Spiels in die Läden bringen. Ohne Ankündigung und nur im Hintergrund erscheint der wohl schlechteste Ableger des Spiels, bei dem von Spielspaß nun gar nicht mehr die Rede sein kann. Für Nintendo-Fans natürlich schade, hatte Ubisoft das Spiel vor Release für die Wii U doch noch so schön ausgeschmückt.

Doch letzendlich bleibt zu sagen, dass Watch Dogs definitiv kein schlechtes Spiel ist. Das Gameplay ist stimmig und verleitet dazu, sich dem Spiel anzunehmen, auch wenn es grafisch kein Hit mehr ist und auch die Story ist kaum so schrecklich wie ein mancher Kritiker sie gerne darstehen lässt. Wie viele andere Spiele dieses Jahres bleibt Watch Dogs nur weit hinter den Erwartungen zurück, da hat Ubisoft sich sein eigenes Grab geschaufelt. Doch Mods, die die angeteaserte Grafik ins Spiel zurückbringen lassen auch bei Grafikfreunden den Spielspaß wiederaufkommen.





























































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