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Was wäre wenn The Witcher 3 ein Reinfall geworden wäre?

imageDass The Witcher 3: Wild Hunt eingeschlagen ist wie eine Bombe, daran gibt es aktuell keinen Zweifel. Reihenweise Wertungen oberhalb der 90%, Lobes-Hymnen und positiver Zuspruch von allen Seiten. CD Project hat es gepackt und das hoch gehypte Witcher 3, tatsächlich zu einem der besten Rollenspiele seiner Zeit gemacht. Aber was wäre, wenn das Gegenteil eingetreten wäre? 

Seit der Ankündigung vom dritten und abschließenden dritten Teil der Witcher-Saga in Videospielform, erfand jede neue Meldung weitere Steigerungen von verbalen Superlativen. Mittlerweile weiß man: The Witcher 3 hat mehr als gut auf dem Spielemarkt abgeschnitten und legt die Messlatte gerade im Bezug Quest-Design und immersive Spielwelt, deutlich nach oben. Doch was wäre eigentlich, wenn The Witcher 3 kläglich gescheitert wäre? Was, wenn der Launch von technischen Schwierigkeiten alá Assassin’s Creed Unity geplagt geworden wäre? Oder wenn The Witcher 3 tatsächlich nur eine, wie von einem angeblichen Insider prophezeit, „aufgeblasene PR-Blase“ darstelle? 

Schluss mit Mainstream

Das Wort Hype wurde für den dritten Teil der Witcher-Trilogie beinahe neu erfunden. Die Marketing-Maschine seitens CD Project RED war perfekt inszeniert und durchgeplant, ungeachtet der eigentlichen Qualität des Spiels. Von Anfang an hatte The Wild Hunt das ambitionierte Ziel, das beste Rollenspiel seinerzeit zu werden. Und klar horchen Medien und Magazine der Branche bei solch hochgegriffenen PR-Phrasen hellhörig auf, während sich Hardcore-Fans bereits zu diesem Zeitpunkt kaum noch halten können. 

Bereits oftmals in der Vergangenheit und gerade im letzten Spiele-Jahr 2014, ging das Vertrauen vieler Fans gegenüber den großen Mainstream-Publishern flöten. Alien: Colonial Marines, Watch_Dogs, Destiny, Assassin’s Creed Unity – Bis auf ein Beispiel, sind das alles per se keine schlechten Spiele, enttäuschten aber im Hinblick auf das gelieferte Endprodukt im Vergleich mit den durch Medien gebündelten Erwartungen. Die durch solche Rückschläge geschürte Skepsis, wäre wohl bei vielen Spielern in endgültige Ablehnung großer Ankündigungen samt millionenschwerer PR-Kampagnen umgeschlagen und der folgende Shitstorm wütender Gamer in den Foren, Reddits und Facebooks dieser Welt, hätte wahrscheinlich kurzzeitig das Internet lahm gelegt – inklusive neuer Negativ-Wort-Kreationen. Aber im Ernst: Das Vertrauen auf große Spiele-Firmen ist in der Vergangenheit nicht gerade gewachsen, da wär es für die zukünftige Entwicklung und Existenz von Videospielen extrem schädlich, wäre ein solches Projekt wieder den Bach runter gegangen. Über den Image-Schaden von CD Project RED ganz zu schweigen.

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In der Versenkung verschwunden

Entwickler CD Project RED trat von Anfang als selbstbewusstes und potentes Entwickler-Studio auf. Und auch das nicht zu Unrecht – In Anbetracht der Stellung, den das Studio auf der Kultur-Leiter der polnischen Nation einnimmt. Mit The Witcher 2 wurden die Jungs und Mädels zu kleinen Berühmtheiten innerhalb des Landes und das eh schon sehr beliebte The Witcher-Franchise, zu einem vorzeigbaren Kulturgut. Eine Entwicklung die hierzulande bei einem Computerspiel gemessen an der derzeitigen Aufgeschlossenheit gar nicht möglich wäre. 

Wäre also The Witcher 3 aus welchen Gründen auch immer ein Debakel geworden, kann man davon ausgehen, dass CD Project RED auf Kurz oder Lang in der Versenkung verschwunden wäre. The Witcher 2 wäre ihr größter Erfolg gewesen und The Witcher 3 ein Schandfleck auf der sonst so reinen Hexer-Weste. In Anbetracht der steigenden Verkäufe der Witcher-Romane, hätte das bei einem Reinfall auch kurz- und längerfristige Auswirkungen auf das gesamte Franchise gehabt. CD Project RED spielt erst jetzt voll und ganz in der obersten Riege der Entwickler mit, bei einem Scheitern von The Wild Hunt wäre es hier gar nicht erst soweit gekommen. 

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War ein Scheitern überhaupt möglich? 

Mit einem leichten Würgereiz, las ich kurz nach dem Fall des Presse-Embargos Schlagzeilen der Gamestar wie „Warum ist CD Project RED unfehlbar?“.  Sicherlich ist das Studio eines der lobenswerteren in der gesamten Branche, unfehlbar sind sie dennoch nicht. Und die überschwenglich positive Karikatur eines durchaus mit Fehlern behafteten Entwicklers seitens eines Fach-Magazins, finde ich schlicht fehl am Platz. Allein der kleine Skandal bzgl. dem Grafik-Downgrade zeigt das deutlich. Aber dennoch: Ein Scheitern von The Witcher 3 lag zwar im Bereich des Möglichen, war für mich aber nicht sehr wahrscheinlich. Der Grund lag auf der Hand. Die Entwicklungsprozess war seitens CD Project RED derart transparent inszeniert, das eventuell aufkommende Zweifel sofort mit pr-tauglichen Aussagen im Keim erstickt wurden. Wie kaum ein zweiter Entwickler, weiß das polnische Studio, was die Community hören will – Und das wurde zu unserer Freude auch umgesetzt.

Mal angenommen The Witcher 3 wäre in einem technisch desolatem Zustand ähnlich Assassin’s Creed Unity erschienen. Zu einem vergleichbaren Aufschrei seitens der Fans wie bei Unity, wäre es gar nicht gekommen. Auch hier ist wieder die transparent gestaltete Entwicklung nach Außen ein triftiger Grund dafür. Fast wöchentlich erscheinen Updates und zweimal pro Woche sind zwei kostenlose DLCs verfügbar. Das zieht einfach. Mal ganz davon abgesehen, dass CD Project RED auf keinen Fall so negativ vorbelastet war, wie Ubisoft.  Ich bleibe dabei – Wir ernten das, was wir säen. Und in diesem Punkt hat das polnische Entwickler-Studio alles richtig gemacht und verdient sich damit auch zurecht den aktuellen Status. The Witcher 3 ist ein tolles Spiel und ein Scheitern war angesichts der Umstände auch fast nicht möglich. 

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